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Montag, 20. Februar 2012

Design ist ein Kinderspiel

15.02.2012, 06:18 Uhr 15.02.2012, 06:18 Uhr Susanne Speckter Bei Möbeln für den Nachwuchs spielt Ergonomie eine wichtige Rolle. Sogar Klassiker werden auf Maß getrimmt

Bunter Klassiker: Der Holzstuhl 3177 (ab 499 Euro) ist nicht nur zeitlos, sondern auch sehr robust.
Foto: Fritz Hansen, Gärtner Möbel

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Die Bedeutung des Kinderzimmers wächst mit dem Alter des Kindes. Für ein Baby ist ein kleines Zimmer völlig ausreichend, da Bett und Wickelkommode die wichtigsten Möbel sind. Je älter die Kleinen jedoch werden, desto wichtiger wird die Einrichtung des Kinderzimmers mit effektiven Ordnungssystemen, Kuschelecken, einem Tisch, Platz zum Spielen und einem warmen, strapazierfähigen Bodenbelag.

Im Kindergarten- und Grundschulalter spielen die Kinder häufig auf dem Fußboden. Deshalb ist der Bodenbelag ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Holz, Laminat oder Kork sind ideal. Wer trotzdem Teppichboden favorisiert, kann einen Teppich oder auf Maß abgepaspelte Auslegeware auf den Boden legen. Ein niederfloriger Teppichboden oder Teppichfliesen sind ebenfalls gute Alternativen, wenn sie nicht mit lösungsmittelhaltigem Klebstoff fixiert werden.

Auch die Auswahl der Möbel gewinnt an Bedeutung. "Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass die Möbel wandlungsfähig sind", erklärt Heyco Hoops, Innenarchitekt im Einrichtungshaus Gärtner. "Ein Tisch für ein Kind im Kindergarten- und Grundschulalter hat eine andere Höhe als ein Schreibtisch für einen Jugendlichen. Deshalb sind höhenverstellbare Systeme empfehlenswert.

"Aber auch bei Regalsystemen sollte man darauf achten, dass sie den unterschiedlichen Lebensphasen anzupassen sind", sagt der Fachmann. Das String Regal beispielsweise lässt sich nicht nur erweitern, sondern man kann es auch mit kleinen Schrankeinsätzen, Schubkästen oder Fachböden in unterschiedlicher Tiefe ergänzen. Der Designklassiker wurde 1949 als erstes wandhängendes Regal von dem Schweden Nils Strinning entworfen. Seit 2010 ist es wieder im Handel und bringt in viele Kinderzimmer eine wohltuende Ordnung, zum Beispiel durch den Einsatz von Böden und Korpuselementen. Besonders, wenn zwei Kinder in einem Zimmer wohnen, kann man zum Beispiel durch den Einsatz von Schreibplatten zwischen zwei Regalwangen viel Platz gewinnen und jedem Kind seinen eigenen Arbeitsbereich geben. "Designbewusste Eltern greifen gerne auf Klassikermodelle aus der Erwachsenenwelt zurück. Sie finden es reizvoll, Kinder schon in diesem Alter mit gutem Design in Kontakt zu bringen. Außerdem kennen sie die hohe Qualität des Möbelstückes, da das entsprechende Erwachsenenmodell ja schon jahrzehntelang auf dem Markt ist", erklärt Heyco Hoops. So fertigt beispielsweise auch die Firma Richard Lampert den Schreibtisch, den der berühmte deutsche Nachkriegsarchitekt Egon Eiermann für sein Büro entwarf, als höhenverstellbaren Kinderschreibtisch. Auch den farbigen Holzstuhl 3177 des dänischen Herstellers Fritz Hansen kennen viele - teilweise aus öffentlichen Bereichen. Als Juniorausführung bringt er nicht nur Sitzkomfort und Farbe ins Kinderzimmer. Im Teenageralter kann das Designerstück dann als originelle Ablage am Bett stehen.

Ein komplettes Modulsystem hat sich der Hersteller dearkids erdacht. Vom Kinderbettchen bis zum Hochbett in unterschiedlichen Höhen und Breiten lassen sich die Möbel verändern und je nach Bedarf mit Schränken, Regalen, Schreibtischen individuell kombinieren. Beim Möbelkauf sollten Eltern natürlich auf die ergonomischen Anforderungen des Kindes achten.

So ist es zum Beispiel sehr gut, wenn ein Stuhl nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Sitztiefe veränderbar ist. Hier gilt die Faustregel: Zwischen den Kniekehlen am Vorderrand des Stuhles und der Sitzfläche sollten fünf Zentimeter Abstand sein. Am Schreibtisch selbst sind für Grundschüler keine Zusatzfunktionen nötig. Elemente wie Rollcontainer, Computer und PC-Borde können später nachgerüstet werden.

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