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Sonntag, 1. Juli 2012

Alte Möbel richtig restaurieren mit verschiedenen Beizen Teil 2

Wenn alte Möbel reden könnten, würden die uns mit Sicherheit viel erzählen können, wer zum Beispiel an ihnen gegessen und gesessen hat oder wer sie liebevoll geschreinert hat und vieles mehr. Alte Möbel, die einen neuen Glanz benötigen, lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick und viel Kreativität restaurieren und so kann die Geschichte von diesen alten Möbeln bewahrt werden.

Beizen werden in vielen Holztönen angeboten und ergeben ein klares schönes Farbbild. Außerdem behält das Möbelstück beim Beizen die Maserung des Holzes und die Tönung selbst ist lichtecht, aber schützt die Oberfläche des Möbelstückes nicht. Daher sollte anschließend eine Versiegelung mit einem Wachs oder Lack das Möbelstück versiegelt werden. Der endgültige Farbton ergibt sich durch den jeweiligen Beizton und aus der Farbe des Holzes sowie aus den Inhaltsstoffen des jeweiligen Beizmittels. Selbst die Beizart spielt auch eine große Rolle, denn chemische Beizen betonen die Maserungen des Möbels, während aber das Beizen die mit Pigmenten oder mit Farbstoffen versehen sind, verdecken leicht den Faserverlauf (Maserung des Holzes) gerne.

Zubehör auf einem Blick für ein perfektes Beizen:

- Schleifpapier mit verschiedenen Körnungen

- Schwamm zum Wässern

- Metall-freie Pinsel zum Auftragen der Beize

- Fusselfreier Stoff

Beizarten:

- Wasserlösliche Beizen in Pulverform

- Pigmentbeizen

- Rustikalbeizen

- Wasser-Alkohol-Beize

- Eiche-antik-Beize mit Nachwaschlösung

Für die Versiegelung:

- Lack auf Lösemittelbasis für wasserlösliche Beizen

- Lack auf Wasserbasis für Pigmentbeizen

- Holzöl oder Holzwachs

Auf die Vorbereitung kommt es an

Die Vorbereitung für eine gelungene Beizarbeit für ein Möbelstück ist das A und O und somit ist auch eine gleichmäßige Aufnahmefähigkeit des Holzes gewährleistet. Daher ist es wichtig die Oberfläche des Holzes sorgfältig vorzubereiten, um ein optimales Ergebnis zu erhalten und deshalb sollte immer auf geschliffene Hölzer vor dem Schleifgang mit warmem Wasser gewässert werden. Dies reinige zu einem die Poren und beseitigt kleine Unebenheiten. Sobald die gewässerte Oberfläche vollständig getrocknet ist, kann mit einem 180er Schleifpapier die Oberfläche des Holzes geglättet werden. Nach dem Schleifen sollte das Holz des jeweiligen Möbelstückes sehr gründlich abgestaubt werden, denn nur so hervorruft die Beize keine Farbveränderung hervor.

Lasur auftragenDer Beizauftrag

Das eigentliche Beizen kann gestrichen oder auch gespritzt werden oder aber auch mit einem fusselfreien Stoff aufgetragen werden. Wichtig ist auch, wenn die Beize aufgetragen wird, dass das Arbeitsgerät kein Eisen enthält, denn sonst reagiert die Beizflüssigkeit und eine Farbveränderung des Holzes findet statt. Vor dem Auftrag der Beize und auch während der Arbeiten muss das Beizmittel gründlich immer aufgerührt werden. Der Beizvorgang selbst sollte immer in die Richtung der Holzmaserung gleichmäßig aufgetragen werden. Um jegliche Beizspritzer zu vermeiden, beginnt man bei dem Beizen des jeweiligen Möbels immer von unten.

Die Oberflächenbehandlung

Da die Behandlung mit Beize nur eine Färbung des Holzes ist, muss die Oberfläche versiegelt werden, denn dies schützt das Holz vor Feuchtigkeit oder Schimmel. Hierfür eignet sich Wachs, Klarlack oder auch Holzöl. Wichtig bevor die Versiegelung vonstattengeht – sollte das Holz vollständig trocken sein.

Und somit erhalten alte Möbelstücke durch das Beizen und mit einer Versiegelung einen neuen Glanz und können für viele Jahre dem jeweiligen Möbelbesitzer große Freude bereiten und die Geschichte des jeweiligen Möbelstückes geht weiter.

© Klaus-Peter Adler – Fotolia.com


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